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meine Klotzbeute


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Das Maul des großen, stämmigen Rübezahl aus Holz ist leicht geöffnet. Bienen schwirren drum herum und suchen den Eingang zu ihren Waben im Innern des Rübezahl. Im Rücken der Holzfigur ist eine Tür eingebaut. Dahinter lassen sich die Bienen bei ihrer Arbeit beobachten, wie sie Waben bauen, den Honig einlagern und junge Bienen schlüpfen,
natürlich hinter einer Glasscheibe. Die Glasscheibe entnommen, kommt der Imker an die Waben und somit an den Honig heran. Der Ursprung dieser Art Bienenstöcke, der Holzfigurenbeuten oder auch Klotzbeuten genannt, stammt bereits aus dem 14. Jahrhundert. Bei der
damaligen Waldbienenzucht (auch Zeidler genannt) wurden Bienenvölker in drei bis vier Metern Höhe in ausgehöhlten Baumstämmen gehalten. Wenn solch ein Baum einmal umstürzte, wurde das Stück mitsamt dem Bienenvolk vom Züchter) herausgesägt und in der Nähe seiner Wohnung wieder aufgestellt. Diese Klotzbeuten entwickelten sich mit der Zeit zu wahren Kunstwerken. Man begann Gesichter und Körper zu schnitzen, um die Klotzbeute originell zu verzieren. Damit es die Zeidler vor mehr als 600 Jahren einfacher hatten, wurden damals die Klotzbeuten ebenfalls in der Nähe der Wohnhäuser aufgebaut. Teilweise wurden aus den Stämmen kriegerische Figuren geschnitzt, um das Bienenvolk vor Unheil zu schützen. Aber auch einfallsreiche Spottlust der Dorfbewohner kam nicht zu kurz, wenn es darum ging, mit Hilfe einer Figurenbeute etwa einen Geizkragen, den Dorfdeppen oder etwa eine zanksüchtige Alte darzustellen.
Imker Ulrich Färber, der zur Landesgartenschau in Rain am Lech diese Klotzbeute ausstellte, möchte mit seinem Rübezahl diese alte Tradition aufleben lassen.


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